Das Ziel: Beim Projekt „Generatives Gestalten für crossmediale Inhalte“ sollte es nach der Einführung in das Programm Processing und seine Funktionen darum gehen, eine Mediendekonstruktion durchzuführen.

Meine Erfahrungen: HTML hatte ich mal irgendwann gelernt und auch mit PHP schon mal gearbeitet. Selbst Action-Script hatte ich im vierten Bachelor-Semester mal in Zusammenhang mit der Multimediaprogrammierung via Flash ausprobiert. Processing, das auf Java basiert, war mir jedoch neu. Die ersten Funktionen waren noch einfach und nachvollziehbar, doch als es daran ging, uns das Thema Arrays selbst beizubringen, rauchte mir der Kopf. Zwar habe ich im Code ungefähr gesehen, wo was programmiert wurde, aber selbst so etwas aufzusetzen, dazu hätte ich mich nicht imstande gesehen. Kurzzeitig kam mir sogar mal der Gedanke, das Projekt abzubrechen, aber dann dachte ich mir: Zähne zusammenbeißen und durch! Eine Idee für ein eigenes Projekt hatte ich schnell gefunden. In einem Processing-Beispielvideo hatte ich gesehen, wie sich mehrere Formen zu einem Objekt zusammensetzten und da kam mir die Idee eines individuellen Mitarbeiterlogos, das sich anhand des Mitarbeiter-Namens erstellen lässt: Die Vokale erzeugen die Formen, die Konsonanten die Farbe und die Länge bestimmt den Grad der Transparenz. Eine Dekonstruktion des Mediums Text. Soweit die Theorie. Wie ich es anfangen sollte? Keine Ahnung. Super war, dass Frau Goutrié dann mein Projekt in einer Online-Sitzung als Beispiel nahm. Dadurch hatte ich dann einen Anfang, an dem ich arbeiten konnte. Und ab da lief es – zwar nicht immer ganz rund, aber besser als gedacht. Was mich immer wieder störte, waren kleine Fehler im Code (das berühmte falsch gesetzte Semikolon), die dazu führten, dass man erst mal die Nadel im Heuhaufen suchen musste. Doch wenn man sie gefunden hatte, und der Sketch so lief, wie man es sich vorgestellt hat, hat man sich ungemein gefreut. Diese kleinen Erfolgserlebnisse machten das Projekt dann wieder richtig interessant und mit der Zeit bekam ich auch einen Blick für die Struktur des Programms, die einem völlig logischen Schema folgt. Durch das Projekt denke ich darüber nach, ob sich Manuela Sketch ihrer Petrischale zur „Anzucht von Wissen“ im ePortfolio nicht auch auf meine „Wissenscloud“ übertragen lässt. Cool wäre es schon, ein interaktives Element im ePortfolio zu haben.