# Samstag, 31. März 2018

Endlich hat Niantic mit dem neuesten Update die so lange ersehnten Quests eingeführt! Und die haben das Potenzial, wieder einen ganz neuen Dreh ins Spiel zu bringen. Denn die Aufgaben sorgen nicht nur für Abwechslung, sondern machen auch richtig Spaß, sind kurzweilig und haben sogar ein gewisses Suchtpotenzial. Gestern Abend ging es los. Heute Nacht, als ich von einer Party heimgelaufen bin, habe ich bereits die ersten Quests erfüllt – eben beim Joggen nebenbei auch noch einige. Im Kern gibt es zwei Arten von Quests: Feldforschungsprojekte, die man täglich an Pokéstops bekommt und von denen man pro Tag so viele machen kann, wie man möchte, und Spezialforschungsprojekte, die man vom Mentor des Spiels, Professor Willow, höchstpersönlich bekommt. Bei den Feldforschungsprojekten kann man unliebsame Quests löschen, bekommt jedoch von ein und demselben Pokéstop pro Tag nur eine neue Aufgabe. Maximal drei kann man gleichzeitig bearbeiten. Die Aufgaben befördern dabei erfreulicherweise alle Spielmechaniken. So muss ich gerade zehn Pokémon vom Typ Normal fangen, was dazu führt, dass ich auch wieder Rattfratz und Taubsi fange, die ich sonst links liegen lassen würde. Andere Aufgaben lauteten: „Gewinne einen Raid“ oder „Kämpfe in einer Arena“. Außerdem musste ich schon fünf Pokéstops besuchen. Die Quests „Besuche drei neue Pokéstops“ habe ich zurückgegeben, da es in Gescher und Umgebung keinen Stop gibt, den ich noch nie besucht hätte. Somit wäre diese Aufgabe eher was für Großstadtspieler. Im Grunde wäre es aber auch richtig, Quests erfüllen zu müssen. In diesem Fall würde der Entdeckertrieb und das Reisen gefördert werden. Manche Quests haben auch mit Geschicklichkeit zu tun. So musste ich bereits fünf Curveballwürfe hintereinander hinlegen. Das hat viermal in Folge geklappt und beim fünften Mal hat das Pokémon den Ball abgewehrt. Somit ging es wieder bei null los. Doch überraschenderweise führt dies nicht zu Frust, sondern fördern den Ehrgeiz, es so lange zu üben, bis es klappt. Und tatsächlich: Im zweiten Anlauf hat es funktioniert. Das hat natürlich auch etwas mit Taktik zu tun, denn ich habe mir schon gezielt die Pokémon ausgesucht, die sich leicht mit einem Curveball fangen lassen, wobei sogar ein Ausbruch nach erfolgreichem Curveballwurf zählt – nur eben nicht, wenn dieser abgewehrt wird. Für jede erfolgreich absolvierte Quest bekommt man eine Belohnung. Dies sind entweder Sternenstaub, Erfahrungspunkte, Items oder sogar Begegnungen mit bestimmten Pokémon. So tauchten plötzlich nach einer erfolgreichen Quest ein Pinsir, nach einer anderen ein Camaub und nach einer weiteren ein Menki auf – alle mit super Werten, als wären sie aus einem Ei geschlüpft, wie sich nach dem Fangen herausstellte. Dies ist also ab jetzt eine weitere Möglichkeit, an Pokémon mit guten IV zu kommen. Erfüllt man pro Tag eine Feldforschung, bekommt man einen Stempel und bei einer Serie von sieben Tagen einen besonderen Bonus. Bei den Spezialforschungsprojekten gibt es offenbar verschiedene Themen. Das erste Projekt lautet „Eine mysteriöse Entdeckung“ und ist in acht Abschnitte mit jeweils drei Quests eingeteilt. Nach jedem erfolgreichen Abschnitt bekommt man eine dicke Belohnung. So habe ich sogar schon eine Brutmaschine umsonst erhalten. Bislang musste ich bei den Spezialforschungen beispielsweise drei Eier ausbrüten, zehn großartige Würfe hinlegen und zwei Bonbons mit meinem Kumpel-Pokémon sammeln. Somit wird also auch der Bewegungsdrang wieder neu befeuert, was super ist. Denn so kann ich nun beim Joggen auch Quests absolvieren, die mit Distanz zu tun haben. Nach dem siebten von acht Abschnitten des Spezialforschungsprojekts soll dann das mysteriöse Pokémon Mew auftauchen, das es in den Gameboy-Spielen erst Jahre später zu fangen gab, als einer der Entwickler einen komplizierten Trick verriet. Ich bin auf jeden Fall ganz gespannt und freue mich schon auf die Begegnung mit Mew. Das einzige, was ich schade finde, ist dass diese Quests nicht schon viel früher ins Spiel eingebunden wurden. Spätestens sechs Wochen nach Spielstart, als es anfing, monoton zu werden, hätte man damit viele Spieler vor dem Absprung bewahren können. Aber besser spät als nie. So dürften zumindest vorerst keine weiteren Spieler mehr dem Spiel den Rücken kehren. Denn Erfolge stellen sich schnell ein und werden immer belohnt. Vielleicht kommt es ja bald auch zu größeren Quests, die man ähnlich der Raids nur gemeinsam erledigen kann oder zu Quest, in die gezielt andere Trainer eingebunden werden – wie in den Gameboy-Spielen. Die Möglichkeiten sind auf jeden Fall jetzt alle offen. Was sonst noch so in letzter Zeit passiert ist: Beim letzten Community Day war ich in Coesfeld, weil ich dort sonntags Dienst hatte und in der Pause mal herumstreunen konnte. Bisasam war das Pokémon des Tages und tatsächlich habe ich es viermal in der Shiny-Variante gefangen. Eines davon mit guten IV habe ich zu Bisaflor hochentwickelt, weil es dann die exklusive Ladeattacke Flora-Statue beherrscht. Mit dem Sternenstück ließ sich außerdem wieder jede Menge Sternenstaub farmen.

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