# Freitag, 15. Juli 2016

Bei der Arbeit erkenne ich, dass direkt vor der Haustür ein Poké-Stop ist: der Ochse am Marktplatz in Coesfeld. Alle fünf Minuten könnte ich drehen – wenn da die Arbeit nicht wäre. Die Kollegen sind wegen des Hypes natürlich neugierig. Also erkläre ich ihnen das Spiel. Eine Kollegin Mitte 50 staunt, dass plötzlich ein Muschas auf meinem Telefon erscheint und gefangen wird und dass der Ochse am Marktplatz „ein Ei legt“. Denn auch das gehört zum Spiel: An den Poké-Stops erhält man dann und wann Eier, die man durch Laufen ausbrüten muss. Auf dem Weg zum Auto sehe ich schon die ersten „Trainer-Gruppen“ die mit dem Blick auf ihr Smartphone in der Hand durch die Stadt schleichen. Beim Abendessen ist das Spiel auch bei Oma und Opa Gesprächsthema, die durch die Zeitung schon relativ gut informiert sind, was das Spiel betrifft. Da am Abend nichts los ist, mache ich noch eine Runde zu Fuß durch die Stadt, durchs Berkeltal und über den Friedhof, um zu schauen, ob sich die Pokémon wirklich an den für sie typischen Orten aufhalten, sprich Geister-Pokémon auf Friedhöfen, Wasser-Pokémon an Seen etc. Auf dem Friedhof höre ich hinter einer Hecke plötzlich das Dudeln der Startmusik der App. Aha! Ich bin also nicht alleine. Auf Geister-Pokémon stoße ich trotzdem nicht. Nur ein dummes Rattfratz lässt sich fangen. Dieses Ungeziefer ist – genauso wie viele Käfer-Pokémon – aber wirklich überall. Na ja, das mit den Pokémon-Typen an den spezifischen Orten ist echt noch verbesserungswürdig. Mittlerweile habe ich Trainer-Level 5 erreicht und bin auch in die Pokémon-Go-WhatsApp-Gruppe aufgenommen worden, die ein Bekannter gegründet hat, und in der wir uns austauschen können.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*