Grenzenlose Projektarbeit hat ihre Grenzen

Das Ziel: Das Projekt „Social Media Communications“ soll als internationales Projekt mit der Hochschule in Tampere (Finnland) durchgeführt werden. In der Projektarbeit soll es darum gehen, Startup-Unternehmen (vorwiegend deutsche von Startnext) bei ihrem Social-Media-Auftritt zu unterstützen. Das Ganze sollte als eine kleine Challenge zwischen den einzelnen Gruppen angelegt sein.

Meine Erfahrungen: Das Projekt versprach viel: mittels verschiedener Fähigkeiten und Erfahrungen einen Teamgeist bilden, räumliche und zeitliche Grenzen überwinden und trotz der Übersetzungsarbeit zu einem einheitlichen Ergebnis kommen – unter der Zuhilfenahme der neuen Medien. Die Kommunikation zwischen Sascha, Jenni (unserer Finnin) und mir klappte mittels Facebook und WhatsApp auch super – bis es zur Wahl der Challenges kam. Die Challenges, die wir wollten, waren direkt vergriffen. So blieb uns nur, selbst eine zu organisieren. Darum kümmerte Jenni sich, doch unser Projektpartner TRExplore, ein sportliches Event in Finnland, hatte sich selbst noch nicht so richtig gefunden. Folglich hatten wir überhaupt keine vernünftige Ausgangsbasis für unser Projekt. Unser Ansprechpartner Mike war zwar sehr nett, aber leider waren auch ihm lange Zeit die Hände gebunden – und da war unser Projekt schon fast vorbei. Zwar hatten wir mehrere Ideen, konnten jedoch nichts davon umsetzen. Selbst eine Infografik, die ich noch gestaltet habe, ist wohl irgendwo im Nirvana verschwunden.

Diese Infografik ist irgendwo im Nirvana verschwunden – auf dem Facebook-Auftritt von TRExplore ist sie jedenfalls nicht aufgetaucht.

Das Einzige, was wir machen konnte, war, etwas Marktforschung zu betreiben. Dazu haben wir den Verantwortlichen unsere Ergebnisse in einer PowerPoint-Präsentation zukommen lassen. Letztlich blieb die Erkenntnis, dass man andere Länder und Kulturen vor der Kooperation erst einmal verstehen muss und außerdem Kenntnis von den Abläufen und Strukturen des Projekts vor Ort haben muss. Postings wären auch nur auf Finnisch authentisch gewesen, womit Sascha und mir die Hände gebunden wären. Lessons Learnt: Internationale Projekte haben da ihre Grenzen, wo kein Einfluss auf die Hierarchien und Entscheidungsebenen in anderem Land besteht und beim nächsten Mal würde ich auch nur in ein laufendes Projekt einsteigen. Schade – aber immerhin hatte Björn Verständnis für unsere Situation – zumal auch bei einigen anderen Gruppen in der Kommunikation mit ihrem Auftraggeber einiges im Argen lag – und so habe ich das Projekt doch noch mit 2,0 bestanden. Super wäre es auch in Zukunft, bei internationalen Projekten arbeitnehmerfreundlichere Meeting-Zeiten zu setzen. An einem Montagnachmittag mit Finnland zu konferieren, ist für Berufstätige wie mich einfach nicht möglich…

Hier geht es zum Project Diary.

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