Quellen der Inspiration

Inspirierende Quellen gibt es viele für die mich interessierenden Kompetenzbereiche. Bei den nachfolgenden Quellen beziehe ich mich auf Werke, die sich nach subjektiver Einschätzung sowohl für den angestrebten Kompetenzerwerb eignen als auch aktuell sind. Ich habe Sie mir als Rezensionsexemplare in die Redaktion der Allgemeinen Zeitung schicken lassen. Somit bekomme ich die Bücher kostenlos und kann sie sowohl fürs Studium als auch für die Zeitung rezensieren, was tolle Synergieeffekte freisetzt.

Mitarbeiterführung: „Einstieg in die Führungsrolle – Praxisbuch für die ersten 100 Tage“ von Helmut Hofbauer und Alois Kauer

Dieses Handbuch könnte gerade nach Abschluss des Studiums interessant sein, sollte sich irgendwo eine Führungsrolle ergeben. Denn vieles, was man bereits im Studium erlernt hat, würde hierdurch vertieft und gefestigt. Die Tatsache, dass es 2014 schon in fünfter Auflage erschienen ist, zeigt die Bedeutung, die dem Thema beigemessen wird und zeugt auch von der Seriosität der Quelle, da es ansonsten längst vom Markt genommen worden wäre. Ein kurzes Studium des Ratgebers lässt mich folgendes Fazit ziehen.

Schritt in die Führungsriege meistern

Wer sich auf eine Führungsposition bewirbt und in einem neuen Unternehmen startet, ist von Anfang an der Chef. Anders sieht es aus, wenn man in einem Unternehmen als jahrelanger Mitarbeiter in eine Führungsrolle hineinwächst und plötzlich Kollegen führen muss, denen man zuvor gleichgestellt war. In beiden Fällen kann „Einstieg in die Führungsrolle“ Abhilfe verschaffen.

„Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind.“
Henry Ford, amerikanischer Industrieller

Der Leser lernt schnell, dass es vor allem darum geht, seinen Mitarbeitern Orientierung zu geben und die richtigen Weichen zu stellen. Dabei wird jedoch schnell die Angst genommen, immer wissen zu müssen, wo es langgeht. Denn das sei ein Irrtum. Der Ratgeber vermittelt die Grundlagen und die Startvorbereitung. Der erste Kontakt als Führungsperson zu den Mitarbeitern sowie die Antrittsrede sind ebenfalls Thema. Hofbauer und Kauer sprechen über den Umgang mit Komplexität und der Generation Y, den zwischen 1980 und 1995 geborenen Mitarbeitern, für die Freiheit und Selbstverwirklichung ein höheres Gut darstellt als noch für vorherige Generationen.
Wichtige Lektionen vermitteln die Autoren dem Leser, wie der, dass eine Führungskraft auch lernen muss, zu enttäuschen, da sie es nicht immer allen recht machen kann. Die Führungsstile werden erläutert, darunter auch der laterale Führungsstil – das Führen ohne Weisungsbefugnis durch Vernetzung und Überzeugung. Damit lässt sich dem Buch nach wie vor ein hoher Grad an Aktualität beimessen. Außerdem klären die Autoren, ob zu duzen oder zu siezen ist. Nicht zuletzt wird auch der private Bereich der neuen Führungskraft beleuchtet – wie im Gespräch mit den engsten Freunden über die neue Rolle.
Der Ratgeber leitet jedes Kapitel mit einem Zitat einer bekannten Persönlichkeit ein, enthält viele Grafiken, Tabellen und Diagramme sowie Tipps, Übungen und Hinweise, die in grauen Kästen zwischendurch den Text auflockern. Auch Fragebögen, wie zum Beispiel der 360-Grad-Feedbackbogen nach einem Jahr in der Führungsetage, können direkt im Buch ausgefüllt werden. Jedes Kapitel ist zudem am Ende immer „Kompakt“ zusammengefasst. Alles in allem also ein sehr lehrreiches Werk, mit dem der Schritt in die Führungsriege leichter zu meistern ist.
Einstieg in die Führungsrolle – Praxisbuch für die ersten 100 Tage; Helmut Hofbauer und Alois Kauer; ISBN-13: 978-3446440401; Hanser-Verlag; 320 Seiten; 29,99 Euro
Kreativitätstechniken: „Alles nur geklaut: 10 Wege zum kreativen Durchbruch – Am Puls der Zeit“ – von Austin Kleon

Dieser New York Times Bestseller ist zwar nicht sehr umfangreich, klingt in seiner Grundaussage jedoch spannend: Man muss nur von den Ideen anderer alles klauen und daraus etwas Neues mixen. Das hört sich nicht gerade seriös an, im Hinblick auf das Thema Kreativität (die sich alleine in diesem Ansatz schon manifestiert) ist es jedoch aus meiner Sicht durchaus ein probates Mittel. Das Lesen des Büchleins hat mich schließlich zu folgender Rezension veranlasst, die auch auf der Jugendseite der AZ erschienen ist. Alles nur geklaut

Das Evangelium für Kreative

Das Geheimnis des Kreativseins ist es, von anderen zu klauen. Natürlich ist hier nicht das stumpfe Plagiat gemeint, vielmehr die Erkenntnis, dass alles Neue aus etwas schon Bekanntem entsteht – durch Kopien, in die man unweigerlich etwas von der eigenen Persönlichkeit hineinsteckt, etwas Neues zu schaffen. „Alles nur geklaut“ von dem Autor, Dichter und Zeichner Austin Kleon verspricht aber noch andere Wege zum kreativen Durchbruch. Das Beste daran ist, dass die Tipps auf sämtliche Künste übertragbar sind, sodass Schriftsteller, Maler, Musiker, Filmschaffende etc. sie gleichermaßen beherzigen können.
Das ganze Werk liest sich (an einem Abend) wie eine Aneinanderreihung von Imperativen. Viele der Ratschläge und Handlungsempfehlungen hat man allerdings schon einmal gehört (logisch, wenn man sich den Titel anschaut). Dass ein Schriftsteller das schreiben soll, was er selbst gerne lesen würde, ist nun nicht neu. Und auch der Hinweis, dass die Erkenntnis auf einer Reise mit der Entfernung proportional steigt, kann jeder bestätigen, der schon einmal für längere Zeit im Ausland war.
Trotzdem enthält das Buch viele interessante Aspekte wie den der getrennten Schreibtische (einen digitalen und einen analogen), der Lob-Kartei zur Motivation oder den Hinweis, ein Logbuch zu führen. Diese Organisations-Tipps sollen beim kreativen Durchbruch helfen. Auch die Tipps, dass Einschränkung gegen kreative Blockaden helfe und Trägheit für Kreativität tödlich sei, regen zum Nachdenken an. Das Buch ist zudem kurzweilig geschrieben und enthält neben einigen lustigen Grafiken auch viele auflockernde Zitate von mal mehr und mal weniger bekannten Persönlichkeiten. Für alle, die in ihrem Beruf mit Kreativität ihr Brot verdienen, enthält dieses Buch auf jeden Fall jede Menge Anregungen.
Alles nur geklaut; Austin Kleon; ISBN-13: 978-3442392568; Mosaik-Verlag; 159 Seiten; 8 Euro

Fotografie: „Digitale Fotografie – Grundlagen und Fotopraxis“ – von Jacqueline Esen

Dieses Handbuch zur digitalen Fotografie wird in den Pressestimmen vielfach als gelungen und ideal für Einsteiger bewertet, da es eine gute Mischung aus Theorie und Praxis liefern und von der Autorin verständlich erklärt sein soll. Esens ist als freiberufliche Fotografin und Autorin tätig und seit 2007 Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) und versteht daher offenbar ihr Handwerk derart, dass der Band in 2015 neu aufgelegt wurde. Nach dem Studium des Ratgebers komme ich zu folgendem Fazit, das ich zudem (leicht abgewandelt) auch als Montagstipp für den Monat Juni in der AZ nutzen kann. Digitale Fotografie

Vom Knipsbild zum guten Foto

Wer sich mit der digitalen Fotografie – ob im Job oder privat – zuvor nur marginal beschäftigt hat, wird oftmals feststellen, dass viele Aufnahmen dem digitalen Papierkorb zum Opfer fallen: zu dunkel, zu hell, zu unscharf. Wie aus solchen Knipsbildern gute Fotos werden, zeigt der Ratgeber „Digitale Fotografie“ von Jaqueline Esen.
Die Fotografin und Autorin schafft es, wirklich bei null anzufangen und die Fotopraxis ganz niederschwellig und bildhaft zu erklären. Die Tipps sind dabei auf so gut wie jede Digitalkamera übertragbar. Das Buch deckt jedoch nicht nur die für Journalisten berufsrelevanten Kapitel Porträt-, Gruppen-, Kindern- und Tieraufnahmen ab, sondern auch die besonders für Reisende interessanten Landschaftsaufnahmen, Urlaubsfotografie und Städteaufnahmen.
Beispielfotos – negative wie positive – mit den genauen Aufnahmedaten wie Brennweite, Belichtungszeit und Blende machen Lust darauf, die Tipps beruflich wie auch im nächsten Urlaub in die Tat umzusetzen. Am Ende jedes Kapitels ist das Wichtigste immer noch einmal kurz zusammengefasst. Der Leser erhält viele – manchmal auch ungewöhnliche – Tipps. Wann ist ein Weitwinkel-, wann ein Teleobjektiv besser geeignet? Was ist bei der Fotografie im Wald zu beachten? Warum lassen sich in der sogenannten „Blauen Stunde“ die besten Bilder schießen? Welche Tipps gibt es, um störende Passanten aus Architekturbildern zu entfernen? Das und mehr vermittelt die Autorin sehr praxisnah und sensibilisiert immer wieder für den so wichtigen „Goldenen Schnitt“.
Exkursionen in die Fotobearbeitung mit Photoshop Elements, in den Fotodruck, ins Fotorecht sowie in die Gestaltung eines Fotobuches runden den Ratgeber ab.
Einzig ein Kapitel zu Fotos mit dem Handy und den immer beliebteren Selfies wäre noch wünschenswert gewesen. Zudem hat auch nicht jeder Photoshop Elements installiert, sodass generelle Tipps zur Bildbearbeitung ohne Festlegung auf ein Programm sinnvoller gewesen wären. Doch gerade für den Einstieg in die Fotografie mit einer Digitalkamera eignet sich der Ratgeber hervorragend. Denn wer einmal in eine Situation kommt, die im Buch beschrieben ist, wird sich an die Tipps erinnern und gelangt so zu besseren
„Digitale Fotografie – Grundlagen und Fotopraxis“; Jaqueline Esen; ISBN-13: 978- 3842101531; Vierfarben Verlag; 316 Seiten; 14,90 Euro

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