Man lernt nie aus. Was heutzutage klingt wie eine abgedroschene Floskel, sollte das Mantra eines jeden Journalisten sein. Meins ist es auf jeden Fall. Mein Name ist Florian Schütte und ich wurde am 13. Juni 1988 geboren – in Coesfeld. Aufgewachsen bin ich in Gescher – beides Orte im schönen Münsterland. In Gescher ging ich zur Grundschule und später zur Realschule, wechselte dann aufs Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Ahaus (ebenfalls im Münsterland) und studierte schließlich – nachdem ich zwei Jahre auf einen Studienplatz warten musste – Journalismus und Public Relations ins Gelsenkirchen (nicht im Münsterland sondern im schönen Pott). Um mich die ganze Zeit über Wasser zu halten, habe ich im Supermarkt gejobbt. Von dem Geld konnte ich mir nach drei Jahren endlich ein Auto kaufen: einen alten VW-Käfer, den ich übrigens immer noch hab (und läuft und läuft und läuft…).

Großer Schritt in die weite Welt
Nach dem Bachelor of Arts habe ich – so seltsam es auch klingen mag – die Prüfung zum Einzelhandelskaufmann vor der IHK abgelegt. Einfach, um zu schauen, ob ich nach sieben Jahren Teilzeittätigkeit im Supermarkt die externe Abschlussprüfung bestehe, ohne je eine Berufsschule besucht oder ein Berichtsheft geführt zu haben. Ich habe bestanden, nur aufgrund meiner praktischen Kenntnisse und der Lerninhalte von drei Jahren, die ich mir innerhalb von drei Monaten angeeignet hatte.

Anschließend ging ich fünf Monate nach Australien, um einen großen Schritt aus dem Elternhaus in die weite Welt zu machen. Dort arbeitete ich mehrere Wochen im Field Marketing der Agentur A1 Sales & Marketing: Ich beriet die Menschen an der Haustür zu ihrem Stromverbrauch und schloss viele neue Verträge für die Firma „Alinta Energy“ mit ihnen ab. So lernte ich jede Menge neue Leute kennen und verbesserte nicht nur mein Englisch sondern auch meine Menschenkenntnis. Als ich zurückkehrte war ich zwar mehr oder weniger pleite und zog mit meinen beiden besten Freunden in eine WG. Aber immerhin hatte ich einen gesicherten Job, denn ich begann ein Praktikum bei unserer Lokalzeitung, der Allgemeinen Zeitung in Coesfeld, was dann in ein Volontariat überging. Und im Übrigen denke ich, dass man Geld nicht besser anlegen kann, als in Reisen – etwas von der Welt sehen und Lebenserfahrung sammeln, die einem keiner mehr nimmt.
Auf der Suche nach Herausforderungen
Wobei wir wieder beim Lernen wären: Ehrlich gesagt möchte ich auch nicht auslernen. Dazu bin ich zu neugierig – neugierig auf neue Themen, neue Menschen, neue Techniken. Einfach neugierig auf die Welt. Außerdem suche ich ständig neue Herausforderungen. Nach zweijähriger Berufserfahrung, vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen wollte ich noch weiter lernen. So schlug ich unserem Geschäftsführer, Herrn Ross, dieses berufsbegleitende Studium vor, in dem ich für unsere Redaktion, aber natürlich auch für mich selbst mehrere Vorteile und ein großes Entwicklungspotenzial sehe. Natürlich war auch Herr Ross sofort überzeugt und einverstanden, sodass ich wenig später bereits den Vertrag bekam, der ein Masterstudium Cross Media beinhaltet. So war ich Ende September mit unserem Wohnmobil nach Magdeburg getuckert, wo ich schließlich auch die Aufnahmeprüfung bestand und es hieß: „Herzlich willkommen im Studiengang Cross Media“.

Nun ja, was gibt’s sonst noch über mich zu sagen? Die klassischen Fakten, die man in jedes „Das-sind-meine-Schulfreunde“-Buch schreibt? Hier habt ihr sie: Ich hab zwei Brüder, beide jünger (22 und 17), meine Lieblingsfarbe ist dunkelblau, mein Lieblingstier ein Gepard und meine Hobbys sind Schwimmen, Schreiben und natürlich Reisen (wegen Lebenserfahrung und so – siehe oben). Also irgendwie läuft alles doch immer auf lebenslanges Lernen hinaus – und wenn’s nur zum Vergnügen ist.